Dreierbrot #2 und Cranberrymarmelade

Am Samstag Abend habe ich Brotteig angesetzt. Ich war ja gerade von dem Thanksgivingurlaub bei Britney zurück und hatte kein Brot mehr im Haus. Dabei habe ich das Rezept vom Dreierbrot etwas abgewandelt, weil der Teig ja sonst über Nacht im Kühlschrank geht und dann auch mehr Zeit hat zu gehen.Brot7

Zutaten (für ein knapp 1,5 kg-Brot):

Für den Weizensauerteig:                                        Für den Roggensauerteig:
∗ 150 g Weizenmehl (Bread-Baking-Flour)        ∗ 200 g Roggenmehl light (Rye, Type 1150)
∗ 150 g Wasser                                                            ∗ 200 g Wasser
∗ 80 g Weizensauerteig (wheat sourdough)      ∗ 60 g Roggensauerteig (Rye Sourdough)

Je eine Schüssel mit Weizensauerteig und eine mit dem Roggensauerteig ansetzen und über Nacht für 12 Stunden gehen lassen.

∗ 250 g Roggenmehl light (Rye Flour Type 1150)
∗ 150 g Dinkelmehl (Spelt Flour Type 630 ?)
∗ 100 g Weizenmehl (Breadbaking flour)
∗ 180 g Wasser (water)
∗ 18 g Salz (salt)

Am nächsten Morgen beide Sauerteige mischen und die übrigen Zutaten zufügen. Mit dem Handrührgerät so lange kneten, bis eine feste, etwas klebrige Masse entstanden ist, die sich hier und da vom Schüsselboden ablöst.

Mit nassen Händen den Teig aus der Schüssel nehmen und rund wirken. Dann in einem bemehlten Gärkörbchen für die nächsten 8 h bei Raumtemperatur gehen lassen. Der Teig sollte sein Volumen annähernd verdoppeln.

Ofen auf 500°F (260°C) vorheizen und eine feuerfeste Schüssel mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Wenn der Ofen fertig vorgeheizt hat den Brotteig auf ein Backpapier stürzen und auf das ebenfalls vorgeheizte Blech ziehen. Im Ofen für 15 Minuten mit schwaden backen. Ich sprühe dazu immer noch ein paarmal mit meiner Wassersprühflasche in den Ofen.

Nach 15 Minuten die Temperatur auf 430 °F (220°C) senken und für weitere 30 Minuten backen.Brot9

Zutaten für die Cranberrymarmelade:

1 kg Cranberrys
300 ml Orangensaft
700 g Zucker
3/4 Päckchen Sure Jell no sugar needed
eine Prise Zimt
Schale einer halben Orange (Orangenzesten)

Gläser zum sterilisieren mit etwas Wasser Brot8füllen und bei 220 °C für ca 15 Minuten im Ofen erhitzen. Die Glasdeckel abkochen.
Cranberrys mit dem Orangensaft zum kochen bringen. Die Cranberrys platzen dabei auf und werden weich. Wenn das geschehen ist mit dem Pürrierstab durchgehen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Danach die Orangenzesten zugeben und für mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen, bis alles geliert ist. Meistens haben die Cranberrys schon so viel eigenes Pektin, dass sie von selbst gelieren, man kann dann noch etwas Orangensaft zugeben, für mich waren 300 ml aber ausreichend. Gläser aus dem Ofen nehmen, Wasser wegschütten und mit der kochend heißen Marmelade füllen. Sofort verschließen und auf den Kopf stellen bis das Glas Vakuum gezogen hat.

Tipp: Isst man etwas aufgeschnittene Turkey-Brust mit Cranberry-Marmelade auf dem Brot schmeckt das wie ein weiteres Thanksgivingessen.

Außerdem habe ich heute eine Art Ersatz-Adventskranz gebastelt. Man mag es kaum glauben, aber ich habe keine Kerzen gefunden, die nicht nach irgendwas riechen. Meine sollen angeblich nach Apfel riechen. Ich habe sie eben angezündet, aber sie riechen zum Glück nicht sehr stark.AdventskranzAdventskranz

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5 thoughts on “Dreierbrot #2 und Cranberrymarmelade

    1. Mit Sauerteig meine ich genau das: Sauerteig =D Beim Brotbacken mit Sauerteig funktioniert das ja so: Man setzt sich eine Mixtur aus Wasser und Mehl an und lässt die über mehrere Tage stehen, bis sich Blasen bilden und das Ganze sauer riecht. Dann füttert man Mehl und Wasser zu, bis sich die “guten” Hefen durchgesetzt haben und der Sauerteig stabil ist. Denn nichts anderes passiert in dem Teig: Wilde Hefen siedeln sich an, denken sich, dass es da wo sie sind warm und gemütlich ist und fangen an das Mehl aufzufuttern, um sich zu vermehren. Dauert insgesamt rund eine Woche, wenns kälter ist dauerts länger. Das ist dein Ur-Sauerteig. Den kann man im Kühlschrank aufbewahren, damit er nicht so schnell kaputt geht und muss ihn jede Woche füttern. Alternativ kann man aber auch welchen im Supermarkt kaufen (wenn man nicht jede Woche backt). Das ist dann meistens so viel, das man sich das, was ich gleich beschreibe sparen kann.

      Wenn du ein Brot backen willst musst du einen Vorteig ansetzen. Das ist eine kleine Menge Teig (ca. 300g) der als Ausgangsbasis für das Brot dient. Im Prinzip macht man aber nichts anderes, als den Ur-Sauerteig zu vermehren. Für diesen Vorteig (Sauerteigvermehrerei) braucht man dann eine kleine Menge “alten” Ur-Sauerteig und entsprechend frisches Mehl und Wasser. Das mischt man dann, lässt es 24 h stehen und kann dann sehen, dass sich auch hier Blasen bilden und das Ganze sauer riecht. Die Hefen und Milchsäurebakterien im Ur-Sauerteig haben das Mehl und das Wasser gegessen und sich dadurch vermehrt.

      Wenn man ganz viel “alten” Sauerteig hat kann man aber auch direkt mit dem Brotbacken loslegen und den Vorteig einfach von dem Ursauerteig abnehmen. Wenn also im Rezept ein Vorteig aus 150 g Mehl, 150 g Wasser und 80g Sauerteig besteht, dann müsstest du 380g alten Sauerteig nehmen, um den Vorteig durch selbigen zu substituieren. Weil ich aber gar nicht so viel Sauerteig angesetzt habe (es muss ja auch immer noch ein Rest bleiben, damit der Ursauerteig nicht ausstirbt) vermehre ich ihn einen Tag vor dem eigentlichen backen.
      Verstanden?

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  1. Danke 🙂 war ein bisschen iritiert warum ich, wenn ich Sauerteig machen will, Sauerteig hinzufügen soll. Klingt auf jeden Fall gut und sieht sehr lecker aus – werde ich sicher ausprobieren 🙂

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