Dreierbrot

Diese Woche war ziemlich vollgepackt und lang. Potatoe2Ich war jeden Tag mindestens 11 Stunden an der Uni und habe mich im Keramik-Labor und in der Bibliothek ausgetobt. Außerdem habe ich meine erste Mold ausprobiert! Rausgekommen ist eine Keramik-Kartoffel, die heute wahrscheinlich geschrüht wird und dann bereit zum glasieren ist.Dieses Wochenende geht es zum Whiskeytownlake Kayak fahren! Gestern Abend hatte ich eine Art Pre-Treffen. Wir haben uns alle kurz vorgestellt und besprochen wer in welchen Gruppen für Abendessen und Frühstück am nächsten Tag verantwortlich ist. Außerdem sind wir die Materiallisten durchgegangen. Ich muss mir heute eine Kopflampe besorgen und ein Synthetikshirt, weil auf dem Wasser keine Baumwolle erlaubt ist. Streng genommen soll man auch Wanderschuhe besitzen, weil wir wohl eine Nachtwanderung machen. Aber ich muss erstmal schauen, ob ich welche finde die passen und bezahlbar sind. Einen Schlafsack und eine Isomatte kann man sich von der Universität leihen. Ein Zelt brauchen wir laut Trip-Leiter nicht zwingend, man könne dort bei den warmen Temperaturen, die wir gerade haben auch unter freiem Himmel schlafen.
Lustigerweise hat sich bei dem Treffen rausgestellt, dass von den 9 Menschen die mitfahren 6 Austauschstudenten sind und 5 davon Deutsche. Alle Austauschstudis sind daher in der Kochgruppe für das Abendessen am Samstag. Wir wollen grillen und Stockbrot machen. Letzteres bereite ich am Abend vorher schonmal vor. Bin mir noch nicht sicher, ob es ein reiner Sauerteig wird (über den Tag hätte der ja genug Zeit zu gehen) oder ob ich zusätzlich oder ausschließlich die normale Hefe benutze. Was denkt ihr???
Nach dem Treffen mit AO (Adventure Outings) habe ich mich mit dem besten Buddy getroffen, den man sich wünschen kann: Britney. Sie ist so eine Liebe und sorgt sich immer rührend um mich. Wir treffen uns zweimal die Woche zum klettern und reden über alles, was die Woche über passiert ist. Außerdem hat sich mich eingeladen Thanksgiving bei ihrer Bier2Familie zu verbringen. Die Leben auf einer Farm in der Nähe von Sacramento, haben natürlich tausend Haustiere und Pferde. Ich habe zugesagt und darf für die Woche mein Asthmaspray und die Allergiepillen nicht vergessen!
Als ich heim gekommen bin hat mir Melissa mitgeteilt, dass die Wasserleitung unter Bier1unserem Haus aus irgendeinem Grund gebrochen sei und wir daher im Moment kein Wasser hätten. Zum Glück war He-Jung, meine koreanische Mitbewohnerin, geistesgegenwärtig und hat schnell alle großen Töpfe im Haus mit Wasser gefüllt, sodass wir uns abends zumindest die Zähne putzen konnten. An Kochen war allerdings nicht zu denken, und so sind wir drei (He-Jung, Melissa und ich) zu Burgers & Brew gefahren. Das ist ein Restaurant in dem es ausgefallenes Bier (Himbeer-Bier zB) und suuuuuper Burger gibt. Ich habe mich für einen Bacon-Jalapeno-Burger entschieden, der einfach nur göttlich geschmeckt hat. Ich schwöre, dass ich noch nie einen so guten Burger hatte! Aber die Tischgespräche waren auch sehr gut und mir ist wieder bewusst geworden, dass ich wirklich Glück hatte in eine so Burger3schöne WG-Gemeinschaft zu ziehen und mir mit Melissa unseren Wohnbereich zu teilen. Sie ist genauso eine Quasselstrippe wie ich und ebeso emotional. Trotzdem oder gerade deshalb verstehen wir uns einfach super!
Der Abend gestern war also trotz Rohrbruch wunderschön. Das Brot konnte in der Zeit auch gut gehen und war dann über Nacht im Kühlschrank. Das Rezept findet ihr hier:

Zutaten (für ein knapp 1,5 kg-Brot):

Für den Weizensauerteig:                                        Für den Roggensauerteig:
∗ 150 g Weizenmehl (Bread-Baking-Flour)        ∗ 200 g Roggenmehl light (Rye, Type 1150)
∗ 150 g Wasser                                                            ∗ 200 g Wasser
∗ 80 g Weizensauerteig (wheat sourdough)      ∗ 60 g Roggensauerteig (Rye Sourdough)

∗ 250 g Roggenmehl light (Rye Flour Type 1150)
∗ 250 g Dinkelmehl (Spelt Flour Type 630 ?)
∗ 180 g Wasser (water)
∗ 18 g Salz (salt)

Zutaten wie oben beschrieben in je einer seperaten Schüssel anrühren. Mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort für 12-15 Stunden gehen lassen.
[Mix the ingredients for the Wheatsourdough and the Ryesourdough in sperate bowls and let rest for about 12-15 hours]

Anschließend beide Teige und die restlichen Zutaten auf niedrigster Stufe des Handrührgeräts mit den Knethaken für 10 Minuten verkneten. Den Teig für etwa 2-4 Stunden gehen lassen”.
[After that mix both pre-doughs with each other with the dough-hook of the hand-mixer for about 10 minutes, till they have a nice and smooth consistence. The dough has to rest for another 4 hours.]

Danach vorsichtig rund wirken (das bedeutet, dass man ihn in eine runde Form knetet). Hier sollte man versuchen nicht zu viel zu kneten, sonst gehen alle hart erarbeiteten Gärbläßchen flöten. Außerdem sind hier nasse Hände von Vorteil! Alsdann ein Gärkörbchen mit Mehl ausreiben (vie Mehl! Ich hab noch nicht raus, wie das mit wenig klappen soll, ohne dass man sich das Brot danach zerreißt) und den Teig mit Schluss nach oben hineinsetzten. “Schluss nach oben” bedeutet, dass man die Seite, auf der der Teig nicht so hübsch aussieht und vom rund wirken zusammengerafft wurde nach oben, also sichtbar, ins Gärkörbchen setzt. Dann ist er nämlich nachdem man das Brot aufs Blech gestürtzt hat unten und die Brotoberfläche ist glatt. Den Teig im Anschluss daran samt Gärkörbchen in eine Plastiktüte packen und im Kühlschrank (am Besten über Nacht) für weitere 9 Stunden gehen lassen. Der Teig sollte sein Volumen deutlich vergrößert haben.
[Then you have to form the bread. It should be nice and round. At least on one side. The other one will be a bit wrinkled, but that’s ok. You want to rub your banneton-basket with a lot of flour, so the dough won’t stick to it. Then you put the dough, with nice side facing downwards in the bennetton-basket. This way, if you flip it over later, the wrinkled side will be facing the baking palate. Put the whole banneton in a plastic bag and let it sit in the fridge for about 9 hours, best over night. The dough should have grown a lot after that time.]

Den Ofen auf 480°F (250°C) vorheizen und eine Schüssel mit Wasser auf den Boden stellen. Das Blech sollte man auch mit vorheizen. Das Brot auf das Backpapier stürzen, einschneiden. Danach auf das vorgeheizte Blech ziehen und in den Ofen schieben. Bei 250°C für eine viertel Stunde mit Schwaden backen. Das Brot braucht die hohe Luftfeuchtigkeit nur am Anfang, um die Kruste zu entwickeln, danach ist sie eher hinderlich, weil sie  die Kruste aufweicht und man so eine sehr dicke und glanzlose Kruste bekommt. Anschließend die Ofentür weit öffnen, um den Schwaden abzulassen und die Temperatur auf 435°F (225°C) senken. Das Brot weitere 40 Minuten backen.
[Preheat oven to 480°F and put a bowl of water on the bottom of the oven while preheating. When preheating is finished, put the dough-blobb on a piece of baking-paper, cut, and pull it onto the preheated baking-plate. Bake for 15 Minutes, then reduce heat to 435°F, take out the water from the bottom of the oven and let the humidity escape. The bread only needs high humidity during the developement of the crust in the beginning. Bake for another 40 minutes till the surface is brown and looks tasty.]
Brot5

Brot6

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