Mamalade

Ich merke immer öfter, dass Vieles einfach Sache der Gewohnheit ist. Zum Beispiel wie süß man seine Marmelade mag. Ich mag sie wie meine Mama sie macht – nicht SO süß. Wie ich ja aber schon erklärt habe ist die Marmelade hier viel zu süß. Also habe ich beschlossen selbst Marmelade zu kochen. Weil die Amerikaner aber Marmelade1keinen Gelierzucker kennen musste ich mit Pektin vorlieb nehmen. Über die verwirrenden Mengenangaben habe ich mich auch schon ausreichend ausgelassen… Gearbeitet habe ich mit Pomona’s Universal Pektine und Sure-Jell (no sugar needed) als mir Ersteres ausgegangen ist.

Pomona’s Pektine besteht aus zwei Päckchen, die man unabhängig voneinander anrühren muss. Einmal Pektin und einmal Kalzium. Aus dem Kalzium stellt man eine Brühe her. Pro Cup gematschte Frucht wird dann ein Teelöffel Kalziumwasser und ein halber bis dreiviertel Teelöffel Pektin zugegeben. Lezteres wird vorher mit dem Zucker gemischt, mit dem man die Früchte einkocht. Dann mischt man alles, kocht es auf und füllt es in Gläser ab. Allerdings habe ich dennoch bedenken. Ein Rest, der von der ersten Marmelade (Erdbeer-Himbeer) übrig geblieben ist war irgendwie nicht cremig, sondern eher wie krümelig. Als ob sich Krümelgelatine nicht richtig aufgelöst hat. Dabei habe ich es lange kochen lassen… Und ihr habt richtig gelesen, hier gibt es noch Erdbeeren aus Freilandanbau! Die zweite Marmelade ist eine Pflaumen-Orangen-Marmelade. Im Prinzip wie das Kompott, das ich hier schon vorgestellt habe, nur eben als Marmelade, bzw. Mamalade. Schmeckt schließlich hoffentlich wie bei Mama.

Zutaten für sechs 8oz-Gläser Himbeer-Erdbeer-Mamalade:

* 1 kg  (entspricht 6 Cups) Früchtebrei (in meinem Fall aus ca 800 g Erdbeeren, 400 g Himbeeren gewonnen)
* 400 g Zucker (ähnlich Verhältnis 2:1)
* 3 Teelöffel Pektin von Pomona’s Universal Pektine
* 6 Teelöffel Kalziumwasser (1/2 Cup Wasser mit einem Teelöffel Kalzium vermischt, auch in der Packung enthalten)

Gläser bei 160°C für ca 10 Minuten in den Ofen stellen, um sie zu sterilisieren. Deckel in einem Topf mit Wasser zum kochen bringen und ebenfalls einige Minuten kochen lassen. Wenn die Gläser heiß sind und die Deckel gekocht haben beides abstellen, Gläser aus dem Ofen nehmen, sie sollten vor dem Abfüllen etwas auskühlen, sonst sprudelt die Marmelade bei Kontakt mit dem heißen Glas dermaßen dass man sie nicht richtig abfüllen kann.

Während die Deckel kochen die Früchte klein schneiden und zerstampfen oder pürrieren. In diesem Haushalt gibt es leider keinen Pürrierstab, deshalb musste ich die Früchte zerstampfen. Anschließend mit dem Kalziumwasser mischen und zum kochen bringen.
Zucker und Pektin im trockenen Zustand vermischen und zu den Früchten geben sobald diese anfangen zu kochen. Unter rühren solang zum kochen bringen, bis die Masse durch rühren auch nicht mehr aufhört zu kochen. Das Ganze für gut eine Minute sprudelnd kochen lassen.
Anschließend die Marmelade in die Gläser abfüllen und fest verschließen. Gläser mit dem Deckel nach unten auf eine Feuerfeste unterlage stellen und abkühlen lassen. Die Gläser haben ein Vakuum gezogen, wenn der Deckel sich nicht mehr nach innen eindrücken lässt. Lässt sich der Deckel eindrücken hat die Marmelade kein Vakuum gezogen und ist nicht so lange haltbar!

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s