Spiegeleier und Kuchen

Als ich neulich auf einem Backfischfest war haben meine Tante und ich nach dem Fischessen noch Kuchen geholt. Den gabs im zweiten Stock des Vereinsheims und natürlich waren alle Kuchen und Torten dort von fleißigen Helfern selbst gebacken. Besonders oft gab es einen Kuchen, der aussieht als hätte man lauter Spiegeleier nebeneinander aufgeschlagen. Bei dem vermeintlichen Eigelb handelt es sich allerdings um Aprikosen und das vermeintliche Eiweiß ist oft eine Art Puddingcreme oder – einfacher – Puderzucker. Zwar haben wir kein Stück der vielen Varianten des Spiegeleikuchens mitgenommen, um es zu probieren, allerdings schwirrte mir der Kuchen seitdem im Kopf herum. Vor allem weil ja noch Saison für Aprikosen ist. Und meine Mutter außerdem ein superduper leckeres Rezept für diesen Kuchen parat hatte. Also habe ich mir auf dem Wochenmarkt ein paar Aprikosen besorgt und natürlich wieder mit leichten Abwandlungen am Rezept losgelegt.

Zutaten

8 EL Öl
250 g Puderzucker
2 Eier
abgeriebene Schale einer Zitrone
240 g Mehl
20 g Speisestärke
40 g gemahlene Mandeln
1/2 Päckchen Backpulver
7 EL Rum/Whiskey/Aprikosenlikör nach Gusto, ich habe Rum verwendet
ca. 1,5 kg Aprikosen
etwas Aprikosenmarmelade

Eier mit dem Puderzucker schaumig rühren und anschließend das Öl und entweder Whiskey/Rum/Aprikosenlikör unterrühren. Das ganze geht mit Puderzucker tatsächlich einfacher, weil es sich gleich schön dick und cremig schlagen lässt.

Anschließend Mehl, Speisestärke, Mandeln und Backpulver mischen und zusammen mit der Zitronenschale unterrühren.

Die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und die halbierten Aprikosen platzieren. Jetzt die Aprikosenhälften mit der Aprikosenmarmelade bestreichen, so bekommen sie einen schönen Glanz nach dem Backen.
Für ca. 30 Minuten bei 180°C backen. Nach dem Backen mit Puderzucker bestäuben.

Aprikosenkuchen_1

Das Rezept hätte bestimmt super funktioniert, hätte ich es denn befolgt. Habe ich aber nicht. Aus irgendeinem Grund habe ich mit den Eiern begonnen (ich hatte vom Vortag noch zwei Eigelb über und habe demnach mit zwei Eiern und zwei Eigelb gebacken) und darüber das Öl ganz vergessen. Der Teig ist dadurch nicht gar so fluffig und weich geworden, wie man das erwarten würde, sondern hat – vor allem am Rand – eine eher keksartige Konsitenz. Geschmeckt hat er aber trotzdem und immerhin hat man so wenigstens ein paar Kalorien gespart, auch wenn die bei dem vielen Zucker wohl nicht wirklich ins Gewicht fallen.

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